Von Netztasche bis Hobo Bag – Das große Taschenlexikon

Die Handtasche. Ohne sie gehe ich nicht aus dem Haus. In ihr finden Portemonnaie, Schlüssel, Handy und Kosmetik Platz. Doch wie ist die Handtasche eigentlich entstanden und welche unterschiedlichen Formen gibt es? In diesem Beitrag zeige ich euch die wichtigsten Modelle, führe euch durch die Geschichte der Handtasche und gebe einen wichtigen Shopping-Tipp.

Die Geschichte der Handtasche

Als wir Menschen noch Jäger und Sammler waren, brauchten die Frauen eine Tasche, mit der sie die Beeren in die Höhle transportieren konnten. Aus einem Korb, der damals vermutlich aus Tierhäuten und Stöckern bestand, wurde mit der Zeit ein Beutel mit Bindegurt – so waren die Hände beim Sammeln frei. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich nicht nur der Mensch, sondern auch die Tasche weiter. Während des 15. Jahrhunderts kamen das erste Mal Almosenbeutel auf, die an einer Kette am Gürtel getragen wurde.

-Im 17. Jahrhundert etablierte sich dann der birnenförmige Beutel, der von den Frauen unter den Kleidern um die Hüfte befestigt, getragen wurde. Als die Damenmode Ende des 18. Jahrhunderts femininer wurde, konnte der Beutel nicht einfach mehr so unter dem Kleid getragen werden. Das Retikül bahnte sich den Weg ans Damenhandgelenk. Meist versehen mit einer Schlaufe oder einem Henkel.

Zum Ende des 18. Jahrhunderts wurde immer mehr Wert auf Verzierungen der Taschen gelegt, beispielsweise durch Perlen oder Metallglieder. Auch der Markenschutz wurde langsam zum Thema. Im 19. Jahrhundert fing die Handtasche an, sich als Statussymbol zu entwickeln und erreichte damit ihren Höhepunkt im 20. Jahrhundert.

Ab den 50er Jahren hatte jedes Jahrzehnt & seit Mitte der 90er Jahre sogar jedes Jahr seine eigene Kulttasche:

Die richtige Entscheidung beim Taschenkauf treffen

Seit dem 21. Jahrhundert sind der Kreativität kaum mehr Grenzen gesetzt. Immer ausgefallenere Designs, Formen und extravagante Materialien werden für neue Handtaschen-Kreationen verwendet. Daher fällt es mir manchmal schwer, nicht den Überblick zu verlieren und vor allem auch keine unüberlegten Fehlkäufe zu machen. Deshalb stelle ich mir vor jedem Taschenkauf folgende Fragen:

  • Welche Teile aus meinem Kleiderschrank passen zu dieser Tasche?
  • Kann ich mir vorstellen, die Tasche auch in 10 Jahren noch zu tragen?
  • Kaufe ich die Tasche nur, weil es ein It-Piece ist oder weil ich sie wirklich schön finde?

So ist schon die ein oder andere hochwertige Ledertasche, die ich in meiner Hand hielt, wieder auf den Aussteller im Schaufenster zurück gewandert 😉

Das große Taschen-Lexikon

Da es so viele verschiedene Taschenformen gibt, habe ich euch ein kleines Lexikon erstellt, in dem ihr nicht nur Hard Facts zu den unterschiedlichen Taschenarten nachlesen könnt, sondern auch jeweils Beispiele für wunderschöne Modelle findet. Von &other stories über Coccinelle bis hin zu See by Chloé ist hier für jeden Geldbeutel etwas dabei.

Bauchtasche

Die Beuteltasche oder auch Fanny Pack wird mit einem Gurt um den Bauch herum getragen. Es gibt sie in allen möglichen Ausführungen – ob aus Samt, Nylon, Kunststoff, Fake Fur oder Leder, bunt oder einfarbig, robust oder elegant, preiswert oder teurer. Sie ist vielseitig kombinierbar und besonders praktisch, da die Hände frei bleiben und alle Habseligkeiten direkt am Körper getragen werden können.

1./ Rag & Bone 2./ See by Chloé 3./ Wicker Wings 4./ Yuzefi

Handtasche

Los geht’s mit der Handtasche! Eine Handtasche ist, wie der Name schon sagt, eine Tasche, die ausschließlich in der Hand getragen wird. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Formen, Farben und Ausführungen. Heutzutage hat eine Handtasche oft auch einen Gurt und kann so ebenfalls als Crossbody-Bag getragen werden.

1./ Furla 2./ maje 3./ Yousefi 4./ See by Chloé

Hobo Bag

Was die Hob Bag auszeichnet? Sie haben meist ein weiches und flexibles Material, das beim Abstellen der Taschen leicht zusammenfällt. Zudem hat sie einen langen Schulterriemen und ist grundsätzlich sehr groß. Wie ihr an den Beispielen sehen könnt hat sie keine kennzeichnende Form. Sie kann sowohl kastenartig als auch sichelförmig sein.

1./ See by Chloé 2./ Coccinelle 3./ CLOSED 4./ Coccinelle

Netztasche

Die Netztasche – das It-Piece des Sommers 2018. Ich glaube, dass der Trend noch nicht vorbei ist und auch in diesem Frühling und Sommer wieder in den Schaufenstern der Modelabels zu finden sein wird. Besonders praktisch sind die Modelle, die ein integriertes Lederetui haben. So können Schlüssel, Portemonnaie und Kaugummis sicher verstaut werden. Mein Liebling: Die Beuteltasche aus Makramee und Leder von Staud.

  1. / & other stories 2./ H&M 3./ STAUD 4./ H&M

Schultertasche

Die Schultertasche hat einen noch größeren Tragriemen als die Handtasche, damit sie locker über der Schulter getragen werden kann.

1./ Marc O’ Polo 2./ CLOSED 3./ Coccinelle 4./ Liebeskind Berlin

Shopper Bag

Die Shopper Bag hat ein Ziel: Möglichst viel Stauraum bieten. Sie ist die größte Handtaschenform und besonders praktisch, wenn es um Wochenendeinkäufe und größere Shoppingtouren geht. Warum also mit einer Edeka-Tüte herumlaufen, wenn es wunderschöne Modelle aus Leder von UGG, HUGO & Co. gibt?

1./ Coccinelle 2./ UGG 3./ Liebeskind Berlin 4./ UGG

Tasche mit Animal Print

Animal Print – ebenfalls ein Trend aus dem letzten Jahr, den wir nicht nur auf Taschen, sondern auch auf Kleidungsstücken und Accessoires gesehen haben. Auch dieser Trend zieht sich weiter in 2019 und beschert und wunderschöne Taschen mit Animal Print.

  1. Reihe: 1./ Mango 2./ Mango 3./ Uterqüe 4./ H&M

Trapez-Tasche

Die Ur-Form der dieser Taschenform ist wie ihr obenstehend sehen könnt die “Trapeze-Bag” von Celiné. Das Erkennungsmerkmal: Flüge, die an der Seite der Tasche, aufgehen. Das Design von Phoebe Thilo hat einen solchen Hype ausgelöst, dass sogar Mitbewerber wie oder Prada ähnliche Modelle entworfen haben. So etwas hat es in der Mode noch nicht gegeben, denn normalerweise wird „nach unten“ kopiert. Heißt: Eher günstige Marken übernehmen den Stil von Designertaschen. Mittlerweile habe auch bezahlbare Marken wie Tru Trussardi oder Caroline Santo Domingo den Stil adaptiert.

1./ Tru Trussardi 2./ Wandler 3./ Nanushka 4./ Carolina Santo Domingo

Weekender

Ein Weekender ist größer als die herkömmlichen Handtaschen und bietet ausreichend Platz. Er ist daher perfekt für einen Wochenendtrip oder spontane Kurztrips. Die meisten Taschen sind aus hochwertigem Material, wie Leder oder Canvas und bieten bis zu 50l Fassungsvermögen. Ein wirklicher Alleskönner, in dem ich auch gerne meine Sport- oder Badesachen verstaue.

1./ Herschel 2./ JOOP! 3./ Kipling 4./ Royal Republiq

Love,

4 thoughts on “Von Netztasche bis Hobo Bag – Das große Taschenlexikon

    1. Liebe Dorie, danke dir! 🙂 Ohja, das solltest du machen. Habe es auch direkt Nicholas vorgelesen 🤭 xx, Laura

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