Mein Beruf: PR-Berater

Beruf PR-Berater

Auf meinem Instagram-Kanal lauraherz erzähle ich euch ab und an von meinem Beruf als PR-Berater. Da ich dazu öfters Fragen von euch erhalte, beantworte ich sie nun gesammelt in diesem Beitrag. Also fangen wir an 🙂

Was bedeutet PR?

PR ist eine Abkürzung für Public Relations, auf Deutsch Öffentlichkeitsarbeit. In der PR-Agentur betreuen wir Kunden aus unterschiedlichen Sparten, wie zum Beispiel Mode, Beauty und Living. Diese Kunden beauftragen uns, der Marke ein positives Image zu verschaffen beziehungsweise dauerhaft an einem positiven Image zu arbeiten. 

Wie sieht dein Tag aus?

Das kann ich gar nicht so genau beschreiben, denn jeder Tag ist anders. Mal klappe ich morgens meinen Laptop auf und bin den ganzen Tag damit beschäftigt Mails vom Kunden, Dienstleistern oder Redakteuren zu beantworten. Mal haben wir interne Brainstormings für anstehende Projekte und mal pitche ich proaktiv Themen an passende Medien. In der Regel geschieht das alles durcheinander. Ein gewisses Multitasking-Talent und Stressresistenz sind in der PR sehr vorteilhaft.

Was sind deine Aufgabenfelder?

Wie zu Beginn schon gesagt, sind wir für den nachhaltigen Aufbau eines positiven Images einer Marke verantwortlich, nicht für den Absatz der Produkte. Und um das Ziel zu erreichen, arbeiten wir mit den Multiplikatoren in der Medienlandschaft zusammen, den Redakteuren. Sie sitzen in Verlagshäusern und schreiben Artikel für ihre Print- und Online-Magazine. 

Gehen wir also mal davon aus, dass mein Kunde ein neues Produkt auf den Markt bringt. Dann beginnen wir mit dem Schreiben einer Pressemitteilung und dem anschließenden Versand eines digitalen Newsletters an die Redakteure. Auch schicken wir ab und an die Produkte haptisch an unsere Ansprechpartner in die Verlagshäuser, damit sie diese testen und sich ein Bild davon machen können. Ähnlich wie ihr das sicher auch schon bei mir oder anderen Bloggern auf Instagram und dem Blog gesehen habt. Nur mit dem Unterschied, dass sie in der Regel unabhängig arbeiten und man sie für eine Integration nicht bezahlen kann. Das nennt man dann redaktionelle Integration. Diese steht im Gegensatz zu dem Buchen einer Anzeige oder eines Advertorials, für das die Marke Geld zahlen muss.

Auch schaue ich mir die Themenpläne der Magazine an, um zu schauen, ob bestimmte Themen, die in den kommenden Heften behandelt werden, zu den Produkten meiner Kunden passen. Dann schicke ich proaktiv eine Mail an den Redakteur. Neben der „Basic-PR-Arbeit“ setzen wir für den Kunden auch Events, die Teilnahme an Messen oder anderen Veranstaltungen sowie Influencer Relations um. 

Welche Leute berätst du nun?

Ich berate keine Leute, sondern Marken. Genauer gesagt betreue ich zurzeit vier Marken aus dem Beautybereich. 

Wie viele Stunden arbeitest du die Woche?

Als ich angefangen habe, in der PR zu arbeiten, habe ich von Montag bis Freitag von 9 – 18 Uhr gearbeitet. Da ich ja auch noch den Blog habe und meinen Instagramkanal täglich bespiele, habe ich das auf Dauer nicht mehr nebenbei geschafft mit dem Full-Time-Job. Also bin ich auf eine 4-Tage-Woche umgestiegen. Das mittlerweile seit fast zwei Jahren. Ich arbeite also 32 Stunden in der Woche. 

Welche Ausbildung muss man dafür haben?

Ich habe Modemanagement (sehr BWL-lastig) studiert. Also etwas ganz Anderes und bin dann quer eingestiegen als Trainee. Nach dem Jahr habe ich dann nochmal ein Jahr als PR-Assistant gearbeitet und bin nun seit fast einem Jahr Junior-PR-Berater. Ihr seht: Deb Beruf PR-Berater könnt ihr auch ohne vorherige Ausbildung ausüben. Wenn ihr allerdings später mal in die PR-Branche möchtet und noch nicht studiert, dann könnt ihr ein PR-Studium machen. Da lernt ihr alles Wichtige über Kommunikationsstrategien und –kanäle. Hier findet ihr noch weitere Infos zum Studium.

Arbeitest du im Team oder selbstständig?

Wir arbeiten in der Regel im Team. Meistens arbeiten zwei Personen auf einem Kunden, sodass der Kunde immer beraten werden kann, wenn mal jemand im Urlaub ist. Das bedeutet aber trotzdem, dass jeder seine eigenen Aufgaben hat, die er abarbeitet. Wenn es ein sehr kleiner Kunde ist, der nur einen kleinen Retainer (fixe monatliche Pauschale, die auf Basis des vorher kalkulierten Aufwandes von uns berechnet und vom Kunde im Folgemonat bezahlt wird) hat oder ein Projektkunde, der nur für einen gewissen Zeitraum von uns betreut wird, dann kann es auch mal vorkommen, dass nur ein Berater auf einen Kunden arbeitet. 

Bist du gewerkschaftlich organisiert und gibt es in der PR-Branche Tarifverträge?

Tarifverträge gibt es soweit ich weiß nicht. Ich habe einen Arbeitsvertrag in dem alles Wichtige geregelt ist von Gehalt, Urlaub, Arbeitszeit, Aufgabenfelder etc. 

Wärst du lieber Full-Time-Influencer?

Ich liebe meinen Beruf als PR-Berater in der Agentur, weil er so abwechslungsreich ist, ich in einem lieben Team arbeite und kein Tag dem anderen gleicht. Anders als bei meinem früheren Job im Einzelhandel gehe ich immer mit einem positiven Gefühl auf die Arbeit und abends nach Hause. Das ist sehr viel wert! Das Bloggen war zu Beginn nur ein Hobby, eine Leidenschaft und ist mittlerweile zu meinem zweiten Beruf geworden. Beides ist zum Glück gut unter einen Hut zu bringen und ergänzt sich wunderbar. Deshalb kann ich mir zurzeit nicht vorstellen als Full-Time-Blogger zu arbeiten 🙂

Habt ihr noch weitere Fragen dem Beruf PR-Berater? Gerne unten in die Kommentare schreiben und dann ergänze ich oder schreibe eine Erweiterung.

Love,

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