Wie die Reise mit dem Camper mein Leben veränderte

Reisen mit dem Camper

Ursprünglich hatten Nicholas und ich ein Adults-Only-Design-Hotel auf Kos gebucht. Doch dann kam Corona und warf unsere Pläne über den Haufen. Kurzerhand entschlossen wir uns dazu, in unserem Urlaub mit dem Camper durch Deutschland zu reisen und es war die beste Entscheidung überhaupt.

Ich hatte nichts erwartet von diesen zwei Wochen und so viel mehr bekommen als ich mir jemals hätte erträumen lassen

Während alle noch in ihren vier Wänden saßen und die Grenzen dicht waren, holten wir unser Zuhause für die nächsten zwei Wochen ab: Einen Bulli T6. Ich hatte in meiner Kindheit noch nie eine Camping-Reise gemacht und war schon sehr gespannt wie es mir gefallen würde. Nach den ersten zwei Tagen Eingewöhnung hatten wir ein Gefühl fürs Campen bekommen. Wann wir aufhören müssen zu fahren, um einen Stellplatz zu finden, wo wir morgens gerne aufwachen wollten und wie es sich anfühlt, der Natur so nah zu sein. 

Zuhause in unserer Wohnung macht uns ein Gewitter nichts aus, doch im Bulli waren wir mittendrin statt nur dabei. Der Regen prasselte auf unser Dach und es war das ein oder andere mal schon etwas unheimlich. 

Meine Liebe zur Natur

Freiheitsgefühl und die pure Schönheit der Natur 

Dafür wurden wir am nächsten Morgen mit der aufgehenden Sonne, dem Blick in die Weite und kaum einer Menschenseele um uns herum belohnt. Auf einmal hatte ich das Gefühl wieder frei atmen zu können. Ganz tief in den Bauch hinein. Ich lernte die Natur zu lieben. Die Lüneburger Heide hat es mir besonders angetan. Ich bin nicht nur einfach spazieren gewesen, sondern habe jede Regung in mich aufgesaugt. Der Ruf eines Vogels aus der Entfernung, die kleine Schnecke, die eine Schleimspur hinter sich zurück ließ und das Rascheln der Sträucher. Das war magisch. Die Magie und Schönheit der Natur. Ich bin zum ersten Mal achtsam durchs Leben gegangen.

Das Freiheitsgefühl wusste ich erst zu schätzen, als wir schon wieder zurück in München waren und den Camper abgegeben hatten. Ich saß in unserer Wohnung und fühlte mich eingeengt. Obwohl sie sehr geräumig und groß ist. Ich musste raus in den Garten. In meinem Kopf hat es irgendwie Klick gemacht und ohne es zu wissen, hat mich diese Reise, die wir ohne Corona nie gemacht hätten, verändert. 

Wildblume

Heute achte ich beim Spazieren auf so viele kleine Dinge und nehme meine Umgebung ganz anders wahr als früher. Am Wochenende fahre ich gerne raus in die Berge oder an den See und fahre mit meinem SUP über’s Wasser. Lege mich hin und höre mir das Plätschern des Wassers ganz genau an. Ich könnte Stunden mit meinem Hochbeet verbringen, beobachte wie Pflanzen und anderes Gemüse bei mir und unseren Nachbarn wächst und bin dankbar für die tolle Erfahrung, die mein Leben bereichert hat.

Schoenes Huhn auf der Alm

Love,

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