Die ersten 4 Wochen mit unserem Aussiedoodle-Welpen Lotti

Aussiedoodle

Seitdem Nicholas und ich uns kennen hatte er den Wunsch nach einem eigenen Hund. Wir haben jahrelang darüber gesprochen, doch nie war der richtige Zeitpunkt. Umzüge, Jobwechsel, zu viele andere Hobbies. Anfang diesen Jahres wurde es dann konkreter und wir haben angefangen uns aktiv nach Aussiedoodle umzuschauen. 

Über eine Webseite mit einer Auflistung von Züchtern in ganz Deutschland haben wir sie gefunden: Die Züchterin unseres zukünftigen Hundes! Ein Aussiedoodle ist übrigens ein Mix aus Australian Shepherd und Pudel. Am 13. April 2021 war es dann endlich soweit und unsere kleine Aussiedoodle-Hündin Lotti erblickte mit ihren acht Geschwistern das Licht der Welt. Die Züchterin hat uns wie bei einem Live-Ticker Fotos von der Geburt geschickt. Obwohl wir nicht hautnah dabei waren, war es doch ein magischer Moment. 

Aussiedoodle Welpe Lotti
Aussiedoodle Welpe Lotti

Das erste Kennenlernen 

Circa drei Wochen später durften wir zur Züchterin nach Mainz fahren und die kleinen Welpen kennenlernen. Und wenn ich klein sage, dann meine ich klein. Sie waren alle so mini und hatten gerade erst ihre Augen aufgemacht. Ich hatte sie auf meinem Schoß und wusste: Das ist unser Hund! Wir haben den Vertrag unterschrieben und eine Anzahlung geleistet. 

Ab diesem Zeitpunkt fingen wir an, uns Martin Rütter – der Hundeprofi anzuschauen, haben uns auf YouTube Videos von Hundetrainern angeguckt (z.B. Welpenkanal) und recherchiert, was alles in der ersten Zeit auf uns zukommt und wir beachten müssen. Da wir nicht wussten, ob sie ihr Körbchen, die Leine etc. mögen wird, haben wir versucht, so viel wie möglich Secondhand zu kaufen. Mit der Vorlaufzeit, die wir hatten, ging das recht gut und wir haben ein Bett, eine Leine und ein Intelligenzspielzeug ganz günstig bei ebay Kleinanzeigen geschossen. Der Rest war ein Mix aus Etsy und Webseiten für Hunde. 

Aussiedoodle Welpe

Der Einzug in unser Zuhause 

Am 13. Juni 2021 sind wir erneut nach Mainz gefahren. Gewappnet mit unserem Wäschekorb, den wir mit einem Handtuch ausgekleidet hatten und ihrem Fress- und Wassernapf sind wir losgedüst und haben sie abgeholt. Die Autofahrt von 5 Stunden zurück nach München hat super geklappt. Am Anfang war sie noch ganz aufgelöst, ist ständig aus dem Korb gesprungen und hat stark gehechelt. Ich saß ebenfalls auf der Rückbank und habe meine Hand reingehalten, damit sie merkt, dass sie nicht alleine ist. Drei Pipipausen später kamen wir an und haben sie unsere Wohnung erkunden lassen. Sie schien wenig beeindruckt und ist kurze Zeit später auch eingeschlafen. Damit wir nachts merken, wenn sie sich lösen muss, haben wir im Schlafzimmer neben meiner Bettseite eine Barrikade aufgebaut, die wir auch in den kommenden Wochen verwendet haben.

Nervenzusammenbruch: Schaffe ich das überhaupt?

Nach ein paar Tagen habe ich dann so richtig realisiert, dass wir nun einen Hund haben. Ein Hund, der ständig beobachtet werden muss, damit er sich nicht drinnen löst, der bespaßt werden muss, mit dem man drei Mal am Tag rausgehen und seine eigenen Bedürfnisse erst einmal hinten anstellen muss. Da sie Durchfall hatte, haben wir uns zusätzlich dazu auch noch auf die Zubereitung von Schonkost fokussiert, viel gelesen und dabei oft unser eigenes Essen vergessen. Hungrig haben wir uns kalte Pasta mit Pesto reingeschoben. 

Unsere Gesprächsthemen und meine Gedanken kreisten sich nur noch um den Hund: Was machen wir mit den vielen Zecken, die sie hat? Hilft Koksöl? Wollen wir ihr wirklich die Chemiekeule geben? Behalten wir das Fressen von der Züchterin? Wie verhindern wir, dass sie den Efeu und die Thuja aus dem Garten frisst? Wann fangen wir an, ihr Kommandos beizubringen? Warum macht sie das so und ist das normal? Dazu kam der Schlafmangel und die Unsicherheit. Als Nicholas dann auch noch beruflich wegfahren musste und ich mit ihr alleine war, kam mein Tiefpunkt. Dieser eine Abend, an dem sie mich zwei Stunden angebellt, ins Hosenbein gebissen und mir auf der Nase herumgetanzt ist, war echt zu viel für mich. Als sie dann auch noch drei Mal in die Wohnung gepinkelt und sogar ihr großes Geschäft verrichtet hat, durch das ich dann auch noch durchgelaufen bin, war‘s vorbei. Heulend hab ich meine Mama angerufen und gesagt, dass mir das alles zu viel ist und unsere Entscheidung für einen kurzen Moment in Frage gestellt habe. 

Es wird besser 

Als Nicholas dann zurück kam, war ich so unendlich froh, nicht mehr nur alleine für sie verantwortlich zu sein. Auch weil er eine so große Stütze war und mir viel abgenommen hat während meines Tiefs. Trotzdem hatte ich die ganzen nächsten Tage ein beklemmendes Gefühl in meiner Brust. Oft hab ich geweint und war überfordert, weil sie so fordernd und anstrengend war. Ob ich daran gedacht habe, sie wieder abzugeben? Keine Sekunde! Ich hatte ja gelesen, dass solche Gefühle normal sind und es auch wieder besser wird. Das ist es auch nach circa 3 ½ Wochen. Sie wurde ruhiger, hat nachts länger geschlafen, einige Kommandos bereits gelernt und ich konnte mit ihren 5 Minuten besser umgehen. 

Hund Kommandos üben

Ich glaub auch, dass sie einen Entwicklungsschub durchgemacht hat in den letzten Tagen. Sie ist etwas schmusiger geworden (das war sie die ersten drei Wochen gar nicht) und weiß bereits, was sie darf und was nicht (Aussiedoodle sind mega schlau!) – dass sie das auch umsetzt, davon sind wir noch weit entfernt haha. Aber mittlerweile macht es mir Spaß, meine Freizeit mit ihr zu verbringen und ich bin ganz froh, dass ich es nicht mehr nur als Pflicht sehe. 

Welpe baden
Wer sich in Schlamm wälzt, muss duschen gehen

Ende der Woche düsen wir los mit dem Camper. Es geht zwei Wochen in den Urlaub. Wohin wissen wir noch nicht, aber ich freue mich schon sehr darauf und bin ganz gespannt, wie es Lotti gefallen wird. Auf Instagram nehme ich euch natürlich wieder mit 🙂

Habt ihr Fragen zu Lotti? Der Erziehung? Der Aussiedoodle Rasse etc.? 

Love,

Laura Herz Logo
Lottis erste Fahrt mit der Tram
Lottis erste Fahrt mit der Tram

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