Wie integriere ich Achtsamkeit in meinen Alltag?

Achtsamkeit im Alltag

Achtsamkeit bedeutet für mich, Dinge bewusst zu tun. Sie nicht aus einer Routine heraus mechanisch abzuarbeiten, sondern mit vollem Verstand dabei zu sein. Mich drauf einzulassen und alles wahrzunehmen. Gefühle fühlen.

In diesem Jahr habe ich öfters die Verbindung zu mir selbst verloren und im Rückblick betrachtet waren das Zeiten, in denen ich nicht achtsam gelebt habe. Ich hatte eine perfekt ausgearbeitete Routine, die ich durchziehen konnte, obwohl ich ausgelaugt war. Außer meiner Familie und meinem Freund hat es mir keiner angemerkt. Aber wenn ich tief in mich reingehört habe, dann wusste ich, dass ich unglücklich war und sich etwas ändern musste. Das sind die Achtsamkeitsübungen, die ich dann mache, um wieder zu mir selbst zu finden.

Meine liebsten Achtsamkeitsübungen

Dankbarkeitstagebuch

Eigentlich heißt es 6-Minuten-Journal, aber ich nenne es das Dankbarkeitstagebuch. Dort schreibt man morgens und abends angeleitet durch immer wiederkehrende Fragen seine Gedanken auf. Es sind Fragen wie „Was würde den Tag heute wunderbar machen?“ oder „Was werde ich morgen besser machen?“ oder zu vervollständigende Sätze wie „Heute bin ich dankbar für…“, durch die ich positiver denke. Ich setze mich morgens mit meinen Zielen für den Tag auseinander und lasse abends Revue passieren, warum der Tag toll gewesen ist. Der Fokus wird auf die schönen Dinge gelegt und nicht auf das, was ich nicht erreicht habe.

Meditation & Yoga

Vor der Arbeit nehme ich mir gerne 30 Minuten Zeit, in denen ich entweder Yoga mache oder meditiere. Wenn ich keine geführte Meditation mache, dann ist das meine liebste Übung:

  • 5 Sekunden einatmen, bis die Lungen ganz voll sind
  • 5 Sekunden die Luft in der Luge halten
  • 5 Sekunden ausatmen, bis die Lungen ganz leer sind
  • 5 Sekunden die Luft anhalten
  • Wiederholen

Dadurch, dass ich mich so auf meine Atmung konzentriere, habe ich kaum Raum in meinem Kopf, um an etwas zu denken. Und wenn dem doch so ist, dann ist das auch nicht weiter schlimm. Beim Meditieren sind Gedanken völlig normal. Wichtig ist, zu versuchen, sie vorbeiziehen zu lassen und sich dann wieder auf die Atmung zu konzentrieren.

Achtsamkeit im Alltag Meditation

Bewusst essen

Geht es dir auch so, dass du dein Essen oft „so nebenbei“ isst? Während dem Fernsehen, vor dem Schreibtisch oder während du einen Podcast hörst? Für das Gehirn ist es wichtig, den Vorgang des Essens bewusst wahrzunehmen. Sonst bist du am Ende vielleicht noch hungrig, obwohl dein Magen eigentlich schon voll ist. Daher versuche ich, bewusst zu kauen. Wahrzunehmen, ob es sich süß, salzig, bitte oder sogar scharf auf meiner Zunge anfühlt. Und 30 Mal zu kauen, bevor ich runterschlucke. Das ist auch förderlich für den Magen, der dann weniger zu tun hat und das Essen besser verdauen kann.

Mit offenen Augen durch die Welt gehen

Klingt banal, ist aber durch die Benutzung des Handys bei mir etwas, an was ich mich aktiv erinnern muss: Mit offenen Augen durch die Welt gehen. Oft passiert es sonst, dass ich morgens sobald ich in der Bahn sitze, auf mein Handy schaue und erst wieder aufgucke, wenn ich vor meinem Büro stehe. Selbiges gilt für den Weg abends nach Hause.

Also nehme ich mir ab und an vor, alles um mich herum ganz genau wahrzunehmen. Wie sieht der Himmel aus? Welche Formation haben die Wolken? Was blüht gerade? Welche Bäume sehe ich? Wer sitzt neben mir in meiner U-Bahn? Was tragen sie? Das alles zu beobachten tut mir und meinem Geist sehr gut.

Einen Baum umarmen

Nichts erdet mich so sehr wie die Natur. Als ich zum ersten Mal gelesen habe, dass ein Baum umarmen eine Übung für mehr Achtsamkeit sein soll, musste ich ein bisschen schmunzeln. Das ist doch irgendwie seltsam, dachte ich mir. Ausprobieren wollte ich es trotzdem. Den ersten Baum so ganz bewusst umarmt habe ich im letzten Jahr. Ich schloss meine Augen und spürte die Rinde an meiner Hand. Und da war auf einmal eine so gewaltige Energie, die ich gar nicht beschreiben konnte. Seitdem mache ich das so gerne und es tut mir richtig gut.

Achtsamkeit im Alltag

Was bedeutet für dich Achtsamkeit? Hast du eine der Übungen schon einmal ausprobiert und wie ging es dir damit?

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